Olympische Spiele in Peking


Nach dem souveränen Sieg im Vorlauf muss der deutsche Leichtgewichts Vierer ohne Steuermann mit Jost Schömann-Finck krankheitsbedingt abmelden und kann nicht mehr um die Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen mit kämpfen. Zwei Tage nach der Eröffnungsfeier startete der Treis-Kardener Ruderer mit seiner Mannschaft in die olympische Regatta. Im Vorlauf traf man auf die Boote aus Polen, Frankreich und Irland. Die Plätze eins bis drei berechtigten zum direkten Einzug in das Halbfinale am Donnerstag. Nach den Ergebnissen auf den World Cup Regatten eine durchaus lösbare Aufgabe. Der Vizeweltmeister Frankreich beginnt das Rennen mit einem Blitzstart, legt sich an die Spitze des Feldes. Doch das deutsche Boot bleibt dran und rudert sich bis zur Streckenhälfte sogar in Front, deutlich dahinter Polen und Irland. Doch Polen und Irland greifen die Franzosen an und diese Boote sind es auch, die Bug an Bug das Renntempo deutlich erhöhen, um jeden Zentimeter kämpfen und auch das deutsche Boot zur Schlagzahlerhöhung zwingen. Doch der Vierer mit Jost gewinnt unerwartet deutlich und nur wenige Zehntel voneinander getrennt geht der Favorit Frankreich vor Polen und Irland über die Ziellinie. Deutschland somit sicher im Halbfinale zusammen mit den Booten aus Frankreich, Polen, China, Großbritannien, Australien, Dänemark, Kanada und Italien. Doch ein Tag vor dem Halbfinale dann der Schock. Jost liegt krank im Bett. Fieber, Kreislaufprobleme, Hals- und Gliederschmerzen sind die Symptome. Ein Start am nächsten Tag im Halbfinale ist fraglich. Am nächsten Morgen dann der Super-Gau. Neben Jost sind nun auch zwei seiner Bootskameraden erkrankt. Bastian Seibt und Jochen Kühner leiden unter dem gleichen Krankheitsbild wie der Treis-Kardener. An einen Start ist nun nicht mehr zu denken. Der DRV (Deutsche Ruder Verband) muss das Boot abmelden. Die Enttäuschung bei den vier Athleten und den offiziellen des DRV ist groß. Michael Müller, der Sportdirektor des DRV, sagt, "Das ist ein schwerer Schicksalsschlag für die Mannschaft und auch für den Verband, da das aussichtsreichste Männerboot nun nicht um eine Medaille kämpfen kann."





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