Trainerlehrgang des Ruder-Verbandes in Treis-Karden


„Rudern...ein Gesundheitssport“ war das Thema des Trainerlehrgangs im „Hermann Schmitz- Bootshaus“ der Rudergesellschaft Treis-Karden 1969 e.V. Vermittelt wurden den lizensierten Trainern die optimalen Bedingungen für ein Gesundheitstraining zum Schutz vor der Arteriosklerose und zur Verbesserung des Wohlbefindens. Nach den Erkenntnissen an der Sporthochschule Köln (DSHSK) ist das nicht sehr viel und in der Intensität auch nicht hoch. Das optimale Training: vier Mal 20 Minuten Ausdauer pro Woche mit der Pulsfrequenz 180 minus Lebensalter, große Muskelgruppen, dauerhaft und zyklisch. „Leider bewegen sich die meisten Übenden zu intensiv und ohne Genuß“, so Lehrgangsleiter Michael Hippert, Diplomsportlehrer von der DHSK. Da beim Rudern nicht nur die Ausdauer, sondern auch die Kraft der großen Muskelgruppen trainiert werden, stellt diese Sportart eine empfehlenswerte Sportart dar. „Die beiden wichtigsten motorischen Hauptbeanspruchungsformen, Ausdauer (organische Leistungsfähigkeit) und Kraft (Halte- und Bewegungsapparat), werden gleichermaßen gefördert. Rudern trainiert somit die inneren Organe, die Atmung, den Stoffwechsel, die Skelettmuskulatur sowie das Anpassungsvermögen und die Ökonomie der gesamten hormonellen und nervalen Steuerung des Körpers,“ so die wissenschaftliche Aussage von Prof. Dr. Dr. h.c. W. Hollmann von der DSHSK, Ehrenpräsident des Weltverbandes für Sportmedizin. In einer wissenschaftlichen Erklärung des „Focus“ über einen Gesundheitsvergleich von 50 Sportarten, schnitt das Rudern mit großem Vorsprung als Sieger ab. Zum Thema „Anpassung, Belastung und Training im Alter“ referierte Prof. Dr. Ulrich Hartmann, Leiter des Instituts für Bewegungs- und Trainingswissenschaft der UNI Leipzig und hatte die bittere Botschaft, dass jedes Training dem Körper Muskelzellen kosten würde, auch bezogen auf das zunehmende Alter. Die Muskulatur baue sich mit zunehmendem Alter ab, besonders die „schnellen“ Muskelfasern. Der Wissenschaftler rät, sich eiweißreich zu ernähren und nicht maximal, sondern optimal zu trainieren, um noch mit 70 Jahren die Leistungsfähigkeit eines untrainierten 40-Jährigen zu besitzen.





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